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5. Detmolder Arbeitsrechtstag 2006

Experten erörtern mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern Auswirkungen des „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“.

Bereits der Fünfte Detmolder Arbeitsrechtstag findet am 20. November 2006 in der Detmolder Agentur für Arbeit statt. Während in den vergangenen Jahren in dieser Expertenrunde intensiv unter anderem besondere Belange des Betriebsverfassungsgesetzes, Neuerungen des Kündigungsschutzgesetz und aktuelle Entwicklungen aus der Sozialgesetzgebung diskutiert wurden, steht in diesem Jahr das noch relativ junge „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ auf dem Programm.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) trat am 18. August 2006 in Kraft. Durch das AGG sollen insbesondere Benachteilungen wegen einer Behinderung, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Rasse sowie des Alters vermieden werden. Es wirkt in nahezu alle bedeutsamen gesellschaftlichen Handlungsfelder und hat auch speziell in den Bereichen Arbeit und Beruf weitreichende Auswirkungen.

Zum Beispiel ist jeder Arbeitgeber nach dem AGG verpflichtet, sofort seinen gesetzlichen Organisationspflichten nachzukommen. In der Praxis kann das bedeuten, eine Beschwerdestelle einzurichten, seine Führungskräfte und das Personal in bestimmtem Umfang zu schulen, zu informieren und Benachteiligungen zu ahnden. Ferner müssen die Verantwortlichen in den Unternehmen künftig besonders achtsam sein in Bewerbungs-, Einstellungs- und Beförderungsverfahren.

Aber auch für den Betriebsrat sind besondere Aufgaben und Funktionen vom Gesetzgeber im AGG geschaffen worden. In diesem Zusammenhang bestehende Fragen wollen Fachleute aus der Praxis beantworten

Eingeladen zu dieser Veranstaltung sind erneut wieder insbesondere Arbeitgeber und Personalverantwortliche aus Betrieben der lippischen Industrie und des Handwerks sowie deren Betriebsräte

Eröffnet wird die Runde durch ein Impulsreferat von Hansjörg Berrisch, der als Fachanwalt für Arbeitsrecht in Gießen praktiziert. Er stellt „Chancen und Risiken des AGG – AGG Hopper und mehr“ in den Mittelpunkt seines Impulsreferates

In einem weiteren Statement beleuchtet Volker Wagner – Fachanwalt für Arbeitsrecht, Gießen – das neue Gesetz aus der Sicht der Arbeitgeber.

Aus Sicht der Arbeitnehmer wird das AGG von Martina Perreng – Mitglied des Hauptvorstandes des DGB in Berlin - betrachtet. Im Rahmen dieser Erörterung behandeln die Fachleute unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Leinemann – Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht a. D. – speziell Fragen der Veranstaltungsteilnehmer.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Agentur für Arbeit Detmold Nr. 076/2006)

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